Zirkuszelt innen

Schreibübung 29: Zirkus

Nach den vergangenen Übungswörtern ein komplett anderes Wort und Thema. Die Schreibübung 29: Zirkus lässt auf gute Unterhaltung hoffen. Doch wie es letztendlich wird, weiß sogar ich nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Ich lasse mich wieder von selbst in die Geschichte hineinziehen. So hat es bisher am besten funktioniert mit der Kreativität. Ich werde gleich einfach wieder die Zwischenüberschrift eintippen und abwarten, was für Fantasien in meine Gedanken strömen. Habt ihr das eigentlich auch, dass ihr einfach drauf los schreibt und am Schluss ganz überrascht seid von dem, was ihr zu Papier gebracht habt? Verratet es mir und den anderen doch mal.
Und ich leg der Zwischenzeit mal los.

Schreibübung 29: Zirkus

Die Familien freuten sich das ganze Jahr darüber, das der Zirkus hier jeden Sommer halt machte. Mit tosenden Fanfaren und rumsenden Trommeln kündigten sich die Zirkusleute an. Schon einen Kilometer entfernt konnte man sie hören. Am Ortseingang wurden sie von den vielen Kindern mit Jubel und lachenden Gesichtern empfangen. Eine endlos scheinende Parade mit Dompteuren und ihren wilden Tieren, großen grauen Elefanten, die mit ihren Ohren wackelten und vielen Akrobaten, die erstaunliche Kunststücke vorführten. Mittendrin liefen die bunten Clowns durch die Menge und machten Unfug. Die Dorfmitte wurde für eine Woche für den Zirkus bereitgestellt. Genau dort endete auch die lange Kolonne aus Tieren, Wagen und Menschen.

Am nächsten Tag waren alle erstaunt darüber, wie schnell die Zirkusleute doch die Zelte aufbauen konnten. Die Tiere hatten außerhalb vom Dorf ihr Quartier bezogen. Auf einer halbschattigen, umzäunten grünen Wiese waren Gehege, Käfige und auch frei laufende Tiere zu bestaunen. Die gefährlichsten von ihnen, wie der Löwe, schliefen in großen Käfigen mit Metallstangen. Dort waren immer zwei Leute vom Zirkus anwesend. Sie passten auf die Tiere auf und pflegten sie zugleich. Am ersten Tag war hier immer viel los. Die Leute bestaunten die Tiere. Fast jedes Jahr war mindestens ein neues Tier mit dabei. Letztes Jahr war es ein dickköpfiger Esel. In diesem ein Babyelefant namens Fluffy. Wohl ein Mädchen. Um 18 Uhr sollte die Premiere, also die erste Vorstellung beginnen. Alle Vorbereitungen liefen auf Hochtouren.

Kurz vor sechs Uhr am Abend wurden die ersten Besucher in das Zelt gelassen. Zehn Minuten später war das Zelt voll und komplett ausverkauft. Alle Blicke wanderten durch die Manege und dem ganzen Drumherum. Überall innen sowie außen dominierten die Farben weiß, rot und blau. Ein Mann im Anzug kam in die Mitte. Er hatte einen lustig verbogenen Schnurrbart unter der Nase. Viel rätselten, ob der Bart echt sei. Es wurden die ersten Artisten angekündigt. Sie jonglierte, tanzten und tobten. Als die Vorführung fertig war, kamen die Clowns hereingestürmt. Sie brachten die Menge zum Lachen. Einige Zuschauer wurden nass, als sie an der vermeintlich echten Blume schnuppern wollten. Die Kinder die das sahen, kugelten sich vor lachen. Es war eine super Premiere für den Zirkus.

Am nächsten Morgen liefen einige los und verteilten kleine Zettelchen an die Bewohner. Es waren sogar Freikarten darunter. Man merkte sofort, wer da das Glück auf seiner Seite hatte. Der Jubel war nicht zu überhören. Am Nachmittag gab es eine Sondervorstellung. Die war nur für Kinder gedacht. Nur die ganz Kleinen durften die Mutter mitbringen. Sogar aus den umliegenden Dörfern und kleinen Städten kamen die Leute herbei. Auch diese Vorstellung war ein großer Erfolg.

So zog sich diese ereignisreiche Woche hin und neigte sich zugleich dem Ende entgegen. Am letzten Abend gab es ein riesen Fest im und am Zirkus. Es gab was vom Grill, heiße Maiskolben, Popcorn, Bonbons, Zuckerwatte und eine beträchtliche Auswahl an Getränke für alle. Mit dem Geld und das der verkauften Eintrittskarten wurden alle notwendigen Einkäufe vom Zirkuspersonal getätigt, die Tiere bei Bedarf ärztlich behandelt, Reparaturen durchgeführt und natürlich ein kleiner Lohn für die ganzen Leute vom Zirkus ausgezahlt.
Ein lauter Knall kündigte ein Feuerwerk an. Alle blickten in den Himmel. Und dieser schöne Abend ging zu Ende.

Alle freuten sich schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn der Zirkus wieder zu ihnen kommt.

Ende

Zu guter Letzt

Sage ich noch etwas in textbasierter Form. Also schreibe ich es wohl eher. Egal. Der Zirkus hier fiel mir schwer. Das ist so ein Gebiet, wo ich mich nur wenig auskenne. Ich könnte zwar recherchieren, aber das würde mir die Herausforderung zu leicht machen. So habe ich meiner Birne mehr abverlangt. Und eine Geschichte ist es auch geworden. Aber eine Übung bleibt es trotz allem. Und ihr so?

© Bild
Ulrich Dregler auf Pixabay

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Tino Dietrich

Der Autor liebt Spaghetti in sämtlichen Variationen, den Kartoffelsalat und die Schnitzel seiner Frau, die Rühreier-Spezial vom Nachwuchs und Pizza. Tino kocht und backt selbst, probiert dabei auch Neues aus. Er liest und schreibt viel. Bloggt mit geringer Latenz und freut sich über seine Leser und die Kommentare.

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